Montag, 6. Dezember 2010

Unsere Flamenco-Zeitschrift


Kurz erwähnen möchte ich die Neugestaltung der Webpräsenz unserer geliebten Flamenco-Zeitschrift ¡anda!. Die Verbindung von redaktionellen Beiträgen, aktueller Information zum Thema Flamenco und einem interessanten Shop ist gut gelungen. Dies unter einen Hut zu bekommen ist nicht so einfach. Die Site ist zwar noch nicht ganz fertig,  aber unser unermüdlicher Oliver Farke kann auf diese Kombination (CMS + Shop) echt stolz sein. Miteingebunden ist auch das Web 2.0, mit allem Pipapo wie Facebook & Co. Den Link unter dem Menüpunkt „Lustig“ zu einem respektlosen YouTube-Video, dem ein dumpfbackiger Zeitgenosse Paco de Lucía´s Entre-dos-Aguas-Video einen üblen Ton unterlegt hat, kann man einfach weglassen. Ich weiss nicht welche/r (Flamenco)-Gitarrist/in dies lustig findet? Positiv ist, dass der Shop sehr übersichtlich und benutzerfreundlich ist, zudem einen seriösen Eindruck macht. Was mich in vielen Shops, am Ende der Einkaufstour, abhält zu bestellen, ist die Registrierungspflicht. Das ist wie die permanent gestellte Frage an der Kasse im Baumarkt „Kuundenkarrde?“ - „Nein!“. Im anda-Shop kann man auch als Gast bestellten. Dass die Seiten auch auf dem iPad gut zu lesen und zu navigieren sind, ist heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit. Ich wünsche Oliver viele „Views“, gute Geschäfte mit seinen liebevoll sortierten Shop und weiterhin viel Kraft für seine ¡anda!

Noch was in puncto Websites: Ich betreute und gestaltete 10 Jahre lang die Seiten von Mundo Flamenco. Seit annähernd zwei Jahren ist dies nicht mehr so.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Meister der Flamencogitarre in München

2008 spielte der Flamencogitarrist Pepe Habichuela zur Einweihung des Instituto Cervantes in Frankfurt.  Jetzt ist er im Instituto Cervantes in München zu sehen und zu hören zusammen mit seinem Sohn Josemi Carmona (Flamencogitarre).

Das Konzert findet am statt am:
18. Oktober, 20:00 Uhr 
Deutsches Theater München
Eintritt: 59,- / 54,- / 44,- / 34,- / 29,-
Kartenreservierung und Online-Buchung: www.deutsches-theater.de

Habichuela en rama
Der Name Habichuela steht für eine der großen Flamencogitarren- dynastien Spaniens. Die Meisterschaft des Vaters Pepe Habichuela (Granada 1944), der in den 70er Jahren oft an der Seite von Enrique Morente, Paco de Lucía oder Manolo Sanlúcar zu hören war, entwickelt sich weiter mit seinem Sohn und Schüler Josemi Carmona, der bereits mit 14 Jahren in der sehr erfolgreichen, und mit einem Latino Grammy ausgezeichneten Gruppe Ketama mitwirkte. Beide zeichnet die Neugier nach neuen musikalischen Horizonten aus, und sie haben die Entwicklung der Flamenco-Musik durch die Fusion mit Jazz- oder klassischen Elementen zum Nuevo Flamenco entscheidend vorangetrieben. Das aktuelle Konzertprogramm Habichuela en rama ist eine Reminiszenz an die erste, gleichnamig lautende Flamenco-CD, die Pepe Habichuela 1997 mit seinem damals 16jährigen Sprössling gemeinsam aufgenommen hatte.

Freitag, 2. Juli 2010

Ursprünglich ein Kurs für Flamencogitarre ...

... heute ein voluminöses Gitarrenfestival mit Konzerten und Kursen von Rock über Klassik bis Flamenco. Mit einem wohlverdienten internationalen Ruf, der nicht zuletzt der Qualität der teilnehmenden Künstler, Lehrer und Experten zu verdanken ist, kann sich Córdoba zurecht die Hauptstadt der Gitarre nennen. Genau vor 30 Jahren wurde für uns Flamencogitarristen der Gitarrenkurs in der nordandalusischen Provinzhauptstadt ziemlich schnell bekannt durch die Flamencokurse von Paco Peña. Im Laufe der Jahre wurde das Programm immer wieder erweitert. Bestand anfangs das Angebot ausschließlich aus Flamenco und Klassik, ist es heute ein fast unüberschaubares Gitarren-Festival, mit Konzerten und Kursen von Gitarristen der internationalen Gitarrenszene, auch aus dem Rock-, Blues und Jazz-Bereich. Alles was Rang und Namen hatte, spielte, oder gab Kurse in Córdoba.




Festival De La Guitarra De Córdoba 06. bis 25. Juli 2010

Kurse: Leo Brouwer, Pepe Romero, Sergio y Oddair Assad, David Russell, Manuel Barrueco, Ignacio Rodes, Ximo Tébar, Jamal Oussani, Javier Ruibal, Manolo Sanlúcar, José Antonio Rodríguez, Paco Serrano, Manolo Franco, Inmaculada Aguilar, Javier Latorre, Matilde Coral, Rocío Molina und Calixto Sánchez, Joe Bonamassa, Fito Páez und Dominique Di Piazza.

Konzerte: Mark Knopfler, Paco Peña, Eva Yerbabuena, José Antonio Rodríguez, Arcángel, Paco de Lucía, Ximo Tébar, Fito Páez, Le Trio Joubran, Ismael Serrano, Johnny Winter, Joe Bonamassa, Depp Purple.

Im Flamenco-Bereich wagt das Festival einen völlig neuen Schritt. Da Flamenco in der ganzen Welt gespielt wird, bietet das Festival erstmalig ausländischen Flamencogitarristen die Möglichkeit, ihre eigenen Kompositionen aufzuführen. Ebenfalls neu ist der Konzertzyklus „La mujer y la Guitarra”.

Das vollständige Programm und detaillierte Information ist auf der Seite Festival de la Guitarra de Córdoba zu finden.

Sonntag, 11. April 2010

Welche Flamencogitarre spielen die bekannten Gitarristen?

Welche Flamencogitarren spielen die großen Maestros? Eine alphabetische Liste, von A wie Andrés Batista bis V wie Vicente Amigo, mit den dazugehörigen Gitarren und Hörbeispielen (Video) finden man auf Flamenco-Gitarre.de > Gitarren
Die Tonqualität der Videos ist zum größten Teil mangelhaft, aber die Klangcharakteristik der einzelnen Instrumente ist meistens ganz gut zu erkennen.

Montag, 22. März 2010

Live-Unterricht für Flamencogitarre mit Graf-Martinez

Die Computertechnologie bietet schon längere Zeit die Möglichkeit über das Internet eine Verbindung per Video-Chat herzustellen, oder treffender ausgedrückt, eine Video-Konferenz abzuhalten. Aber erst jetzt, durch flächendeckende Breitbandzugänge, ist es möglich ein akzeptables Videobild, auf dem auch Saiten und Finger gut erkennbar sind, zu erhalten. Will heissen, es ist nun möglich, sich am Bildschirm gegenüber zu sitzen, sich zu unterhalten, oder eben Gitarre zu spielen, egal an welchem Ort man sich auf diesem Planeten befindet. Warum soll man diese Errungenschaft nicht auch für den Flamenco-Gitarrenunterricht verwenden. Natürlich ist ein Visa-a-vis-Unterricht immer das Optimum, aber für viele war und ist es unmöglich, oder einfach zu zeitaufwändig, wegen einer, oder ein paar Unterrichtsstunden, lange Fahrzeiten auf sich zu nehmen. Ganz zu schweigen von den Fahrtkosten, die zu den Unterrichtsstunden in keiner Relation stehen. Mit dem Live-Unterricht für Flamencogitarre via Video-Konferenz bricht ein neues Zeitalter an, geografische Distanzen fallen weg, die Lehrer-Schüler-Welt rückt zusammen. Vor allem Gitarristen, die weltweit meine Publikationen benützen und eventuell nur einen kleinen Tipp, oder ein paar sporadische Unterrichstunden auf der Flamencogitarre benötigen, um weiter zu kommen, sind hellauf begeistert, Unterricht direkt beim Autor zu nehmen.

Für den Schüler heisst dies, er benötigt einen PC oder Mac, eine Webcam (Kamera) zwischen 30 und 100 € (je besser die Kamera, um so besser das Bild  - z. B. ist in den Macs eine Kamera eingebaut) und einen Video-Service (Protokoll), der bei AOL, Google, oder Skype (eigenständige Software) kostenlos ist. Lesen Sie auf meiner Website, wie eine Video-Verbindung dieser Art zustande kommen kann. Es ist wirklich nicht schwierig und wird von mir seit einigen Wochen praktiziert, mit Flamenco-Gitarristen, bzw. -Schülern aus der ganzen Welt, vorrangig USA, Kanada, Australien.

Genauere Information hier auf der Seite Live-Unterricht für Flamencogitarre mit Graf-Martinez.

Sonntag, 7. März 2010

Flamenco Metronome 4.0

Version 4.0 meiner Software Flamenco Metronom Graf-Martinez ist soeben erschienen. Die Software verkauft sich seit 11 Jahren weltweit sehr gut und ist nun kompatibel mit Mac OS X Snow Leopard und Windows 7.

Welche Profesionales diese Applikation verwenden ist hier zu lesen.

Samstag, 21. November 2009

Flamencogitarre und und Tonabnehmer

Der Beitrag wurde am 22.03.2011 geändert.
Mag sein, dass die Hörgewohnheit, auch bei „Gitarristen“ schon so abwägig vorangeschritten ist, dass ein Piezo-Tonabnehmer-Sound, der noch in den 70er und 80er als minderwertiger Ovation-Sound 1) abgelehnt wurde, inzwischen als normal empfunden wird. Trotzdem kann ich mich nicht daran gewöhnen, da eine Gitarre, egal ob Western-, Konzert-, Flamencogitarre, eben in natura nicht so klingt, wie sie über diesen jämmerlichen, im Steg eingelegten Abnehmer klingt. Ist ja physikalisch auch unmöglich und unverständlich, wenn man sich mit der Materie ein wenig beschäftigt, bzw. sich mal überlegt, wie an einer Akustikgitarre ein Ton entsteht.
Diese Instrumente haben ein Klangkorpus, eine freischwingende Decke, die von der schwingende Saite in Vibration versetzt wird. Diese vibrierende Decke wiederum setzt Luft in Bewegung, es entstehen die berühmten Schallwellen. Nicht nur das Instrument, sondern speziell die Gitarrendecke ist ein statisches Wunderwerk, dem der Gitarrenbauer seine und die Erfahrung zig anderer aus der Geschichte des Gitarrenbaus mit einbringt. Nun kam vor Jahrzehnten ein cleverer Elektroniker auf die Idee, all das mit einem

Tonabnehmer, unter dem Stegstäbchen liegend, abzunehmen. Ich weiss wovon ich rede, da ich in den 80ern, als ich noch Inhaber eines Gitarrengeschäfts war, vielen, die Rang und Namen in der Gitarrenszene hatten, auf eigenen Wunsch zig Pick-ups in ihre Martins, Ramirez-Konzertgitarren usw. einbauen „durfte“. Diese Leute waren Vollprofis, standen täglich auf Bühne, w.h. ihre Gerätschaft hatte zu funktionieren. Nach ein paar Monaten kamen sie alle wieder um die Eumel wieder auszubauen. Man spielte wieder über ein Mikro, vor, an, oder in der Gitarre. Das Mikro vor dem Schallloch (mit dem auch Paco de Lucía gegen John McLaughlin und Al diMeola antrat - damals noch beide auf Ovations *) war sehr stark rückkopplungsempfindlich, klang aber am besten. Das Mikrofon an der

Gitarre, ich spielte lange Zeit ein EV-PL-irgendwas, musste „ge-equalized“ werden, konnte aber deutlich lauter gefahren werden. Inzwischen war ich auch einigermaßen bekannt in Fachkreisen und für einige Firmen als Endorser interessant, was zur Folge hatte, dass mir die Dinger wie deByl, AKG, L.R.Baggs kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Lange Zeit spielte ich mit dem Baggs (eigentlich ein Crown-Microphon), das am Bodenbalken angeklemmt werden konnte, später dann wieder ein AKG C1000S vor der Gitarre.


*)
Nein - ich habe nicht grundsätzlich was gegen Ovation. Man kann dieses Instrument nicht mit herkömmlichen Gitarren vergleichen. Was die Bespielbarkeit betrifft, waren sie immer absolut top. Die Halsform, der Saitenzug, die Bünde, alles war immer optimal aufeinander abgestimmt. Mit ihrem parabolischem Body, der angeblichen aus einem holzähnlichen Kunstoff namens „Lyrachord“ besteht und eher einer Plastikwaschschüssel gleicht, konnte sie in klangästhetischer Hinsicht, also unverstärkt, gerade mal mit den Sperrholzgitarren aus den japanisch/koreanischen Gitarrenfabriken der 80er Jahre mithalten. Verstärkt klingt sie eben nach „Piezo“, oder „Ovation“. Wem das gefällt - o.k. Ist aber eine komplett andere Welt, wenn es darum geht, seine Martin, Washburn oder andere Dreadnoughts naturgetreu, so wie man sie tagaus tagein hört, zu verstärken.


Blog - EOL

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